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Künstler des Monats September 2016: SUAT SENSOY (Köln)

 

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Bereits als Kind habe ich gemalt und gezeichnet. Muss wohl im Blut liegen. Daher auch der Entschluss, Kunst zu studieren.

 

2. Was ist das Wesentliche an Ihrer Kunst?

Aus banalen Dingen komplexe, ästhetische Strukturen zu erschaffen. Durch die Wiederholungen von Bildinhalten werden einzelne Elemente zu etwas Neuem. Diese Neuordnung ermöglicht eine andere Perspektive der Dinge.

 

3. Mit welchen Materialien und Methoden arbeiten Sie und warum?

Meine Arbeiten sind ein Crossover aus Fotografie, digitaler Bildbearbeitung und klassischen Maltechniken. In einem dreistufigen Transformationsprozess werden fotografierte Objekte digital in einzelne Bestandteile zerlegt, gesampelt und zu gänzlich neuen Bildaussagen umgeformt.

 

Die Arbeiten drucke ich aus und hole sie so zurück ins „Hier und Jetzt“. Mittels klassischer Maltechniken füge ich weitere Bildelemente und Strukturen hinzu. So entsteht aus einfachen Objekten eine komplexe Bildsprache mit gänzlich neuen Formen, Strukturen und Aussagen, eben meine „Transformationen“.

 

4. Sagen Sie ein paar Worte zu dem oben vorgestellten Bild!

Lassen Sie das Bild auf sich wirken. Es handelt sich um 3-4 Äste, die durch die Neuordnung, Wiederholung und Komposition eine hypnotische Wirkung erzielen.

 

5. Woher bekommen Sie die Inspiration für ein neues Kunstwerk?

Schönheit inspiriert mich, sonst nichts. Die Schönheit einfacher, alltäglicher Gegenstände.

 

6. Nennen Sie eine Künstlerin oder einen Künstler, die/der Sie besonders geprägt hat, und erklären Sie, warum?

Bei mir sind es zwei Künstler: Edward Burtynskys und Andreas Gursky.

Edward Burtynskys Arbeiten haben mich schon immer fasziniert. Einzelne Bildelemente wiederholen sich und bilden ein Gesamtkunstwerk, ohne dass die Bilder bearbeitet werden. Andreas Gursky geht einen Schritt weiter, indem er serielle Vervielfältigungen von Bildausschnitten erstellt und so neue Bildaussagen komponiert. Beide haben mich maßgeblich inspiriert.

 

7. Transportieren Ihre Werke eine Botschaft?

Das Schöne im Banalen zu finden.

 

8. Woran arbeiten Sie gerade?

Ich stelle gerade eine Serie zu Baumstämmen her.

 

9. Was ist Ihr künstlerisches Ziel?

Meine Kunst einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

 

10. Kann man bald Ihre Werke in neuen Ausstellungen bewundern?

Yep! Anfang Januar 2017 ist eine Ausstellung im Bürgerzentrum Köln-Kalk geplant.

 

© Rechtliche Belehrung: Die Inhalte des Interviews sowie die angezeigten Bilder unterliegen dem Copyright der Künstlerin/des Künstlers.

Organisation & Kontakt:

Seona Sommer

Udo Funk

Flyer & Plakat & Webseitendesign:

Ekkehard Florin

Mail: info(at)bruecker-kunsttage.de

Tel.: 0163-8412030