Künstler des Monats Juni 2017: TORSTEN PELKA (Troisdorf)

 

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Durch mich selbst, meine Seele. Nach vielen Jahren, in denen ich „brav“ lediglich „funktioniert“ habe, wie das „System“ es befahl, dabei letztlich auf der Strecke blieb, hat mich ein Zusammenbruch daran erinnert, dass es „mich“ gibt. Führte mich zurück zu Kreativität und wiedererweckte den Blick, dem die Kamera Werkzeug ist. Meine erste Kamera bekam ich übrigens mit 12 Jahren… .

 

2. Was ist das Wesentliche an Ihrer Kunst?

Gehen wir nicht oft genug an den Dingen des Alltags vorbei, ohne sie wirklich zu sehen? Nehmen wir nicht allzu oft unsere Umgebung nur genau so wahr, wie es unser Blick gewöhnt ist? Meine Bilder, Fotos, Texte kehren diesen Prozess der Alltäglichkeit um, geben ihm eine neue, oft überraschende Richtung: Gewöhnliches aus der vermeintlichen Bedeutungslosigkeit gesehener Normalität in die Faszination einer neuen Sichtweise, einer bildhaften Individualität zu übertragen.

 

3. Mit welchen Materialien und Methoden arbeiten Sie und warum?

Ich kann und möchte mich nicht auf ein Genre, ein Sujet, ein Medium festlegen. Das Leben, ich, meine Seele sind zu vielfältig, als dass sie sich in eine Form gießen ließen. Kunst ist keine Frage der „Technik“, sondern des „Fühlens“.

 

4. Sagen Sie ein paar Worte zu dem oben vorgestellten Bild!

Wer, vom Hauptbahnhof kommend, die Hohestraße in Richtung Neumarkt geht, wird das Motiv schon gesehen haben. Aber auch wahrgenommen? Hier setze ich an: Gesehenes wahrnehmbar machen.

 

5. Woher bekommen Sie die Inspiration für ein neues Kunstwerk?

Ich „plane“ meine Kunst nicht, sondern folge meinen spontanen Eingebungen. Plötzlich weiß ich wie aus dem Nichts, wie und womit ich was machen will. Sehe ein Motiv, wo andere vermeintliche „Normalität“ sehen.

 

6. Nennen Sie eine Künstlerin oder einen Künstler, die/der Sie besonders geprägt hat, und erklären Sie, warum?

Fotografisch haben mich Künstler wie Jeanloup Sieff oder Bettina Rheims, Pee Wee, Robert Capa oder Brett Weston in der Individualität ihres Schaffens fasziniert. Das „viel“ auf das „wesentlich“ zu reduzieren. Ob sie mich geprägt haben? Beeinflusst ja, geprägt nicht wirklich. Jeder sollte seine eigene Perspektive haben und entwickeln.

 

7. Transportieren Ihre Werke eine Botschaft?

Mit meinen Bildern, Fotos, Objekten zeige ich dem Betrachter letztlich ein Stück von mir selbst. Was er darin sieht, bleibt ihm selber überlassen. Eine Botschaft hieße letzten Endes, dem Betrachter eine Perspektive aufzupfropfen, die er vielleicht selber so gar nicht empfindet.

 

8. Woran arbeiten Sie gerade?

Zum Beispiel an einem Bildband zum Thema „Türen“. Türen schaffen Zugang, geben Einblick – aber schotten auch ab. Facettenreich und spannend.

 

9. Was ist Ihr künstlerisches Ziel?

Fotografie, Malerei und Schreiben zu einer homogenen Einheit zusammenwachsen zu lassen, in der sich die verschiedenen Kunstfomen ergänzen und abbilden.

 

10. Kann man bald Ihre Werke in neuen Ausstellungen bewundern?

Einige Termine stehen schon fest: zum Beispiel der „Sommerkunstmarkt“ des Kunstverein Bad Godesberg am 11.06.; außerdem steht noch die Jahresausstellung meiner Künstlergruppe „VierPlusEins“ an, der Termin ist allerdings noch offen.

 

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