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Künstler des Monats April 2018: KARL-HEINZ HEINRICHS (Köln)

 

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

In einer Umbruchphase meines Lebens vor etwa 9 Jahren hat mich die Malerei gefunden. Ich habe Menschen getroffen, die mir zur Kreativität geraten haben, um mir eine Welt zu eröffnen, die mir unbekannt war und mich zu neuen Ufern führen könnte. Die Malerei war sozusagen ein unbemaltes Blatt für mich. Aus einem anfänglichen Zweifeln an meiner eigenen Kreativität wurde schnell eine Leidenschaft. Über einige Jahre unterstützt durch die Malschule Dorothea Sering in Köln finde ich als Autodidakt immer neue Zugänge und Wege in die professionelle Malerei.

 

2. Was ist das Wesentliche an Ihrer Kunst?

Das Wesentliche an meiner Kunst ist das Loslassen. Loslassen von Zwängen, von Vorstellungen richtig oder falsch, von Konventionen. Mich fallen lassen in meine Welt der Farben. Ich vertraue voll und ganz meiner Intuition. Dem Betrachter überlasse ich zu sehen, zu fühlen, zu staunen, zu hinterfragen. Dabei lege ich Wert darauf, dass meine Bilder nicht nur einen optischen Reiz, sondern auch haptisch be-greifbar sind. Ich male nicht nach Vorlagen oder Konzepten; die Malerei macht mich frei!

 

3. Mit welchen Materialien und Methoden arbeiten Sie und warum?

Meine Bilder entstehen auf Malgründen wie Leinwand, Papier oder Holz. Ich verwende in der Malerei hochwertige Acrylfarben, Lacke, Baustoffe wie Zement, Sand – ob grob oder fein –  Spachtelmassen usw. Ich trage meine Farben in der Hauptsache mit Spachteln und Rakeln aller Art und Größe auf. Pinsel stehen eher im Hintergrund. Im Laufe der Jahre habe ich entdeckt, dass diese Hilfsmittel für meine Art der Malerei die besten Mittel sind.

 

4. Sagen Sie ein paar Worte zu dem oben vorgestellten Bild

Das Bild mit dem Titel "Without black!" drückt eine im Moment des Entstehens schwungvolle, heitere und freie emotionale Grundhaltung auf. Es zeigt meine bereits erwähnte Freiheit während des Malprozesses.

 

5. Woher bekommen Sie die Inspiration für ein neues Kunstwerk?

Ganz einfach: ausschließlich aus dem inneren Erkennen und Erleben!

 

6. Nennen Sie eine Künstlerin oder einen Künstler, die/der Sie besonders geprägt hat, und erklären Sie, warum?

Naja, z.B. Gerhard Richter. Er zeigt mir die vielfältigen unterschiedlichen Möglichkeiten des eigenen Wirkens in der Malerei; ich bin fasziniert von seinen Rakelarbeiten. Ganz besonders ziehen mich seine großformatigen Arbeiten an.

 

7. Transportieren Ihre Werke eine Botschaft?

Erwecke die Leidenschaft in dir! Entweder in der Betrachtung der Bilder oder in der Lust und dem Erleben der eigenen Kreativität.

 

8. Woran arbeiten Sie gerade?

Ich habe am 16.03.2018 mit 17 anderen Künstlerinnen und Künstlern in der Kölner Südstadt den KUNSTRAUMgrevy! eröffnet. Außerdem habe ich damit begonnen, Menschen in meinem Atelier in Köln die Möglichkeit zu geben, ihre Kreativität zu entdecken und sich frei zu malen. Ich habe zwei weitere Ausstellungen in Köln und in Much und bereite meine eigene große Ausstellung zusammen mit einem Berliner Künstler im KUNSTRAUMgrevy! im Juni d. J. vor. Dies alles ist im Moment Teil meines künstlerischen Schaffens. Und zwischendurch entstehen in meinem Inneren wieder viele schöne Bilder!

 

9. Was ist ihr künstlerisches Ziel?

Menschen mit meiner Leidenschaft für die Malerei zu begeistern und zu motivieren, sich mit meiner Kunst auseinanderzusetzen. Ich schrecke auch vor kritischen Anmerkungen und Fragen nicht zurück! ;-)

 

10. Kann man bald Ihre Werke in neuen Ausstellungen bewundern?

Zurzeit in einer Gemeinschaftsausstellung im KUNSTRAUMgrevy! und ab dem 2. Juni 2018 in der Rolandstraße 69, im Cafe Midsommar auf der Luxemburger Straße 267, im Raum für Zeit in Much, Bövingen 111, in der Musikschule Much, Kirchplatz 3 sowie in meinem Atelier Wahlscheider Straße 4 in Brück (nach vorheriger Anfrage).

 

© Rechtliche Belehrung: Die Inhalte des Interviews sowie die angezeigten Bilder unterliegen dem Copyright der Künstlerin/des Künstlers.

Organisation & Kontakt:

Seona Sommer

Udo Funk

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Tel.: 0163-8412030