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Künstler des Monats Juni 2018: OLAF KURZ (BOCHOLT)

 

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Die Malerei hat mich vor drei Jahren gefunden. Von jetzt auf gleich. Ich sah im Kölner Dom „das“ Fenster des Künstlers Gerhard Richter. Es war die Pforte zu (m)einer unbekannten Welt von Farben, die in mir schlummerte. Am nächsten Tag habe ich mit Spachtel, Acrylfarben und Leinwand als Autodidakt ein erstes Bild geschaffen. Intuitiv und abstrakt informell. Ein Fluss an kreativer Energie, der alles in mir mitreißt und mich demütig macht. Innen wie außen. 

 

2. Was ist das Wesentliche an Ihrer Kunst?Dass ich nicht direkt beteiligt bin. Im besten Fall bin ich ein bewusstes Werkzeug der kreativen Energie. Nicht ich schaffe das Bild, sondern die universelle Energie gibt das Ergebnis vor. Wenn es mir gelingt, den Malprozess nicht mit meinen Gedanken zu beeinflussen, entsteht etwas Bewusstes, das den Betrachter in Bann zieht und das Herz zum Singen bringt.

 

3. Mit welchen Materialien und Methoden arbeiten Sie und warum?

Meine Bilder entstehen auf Malgründen wie Leinwand oder Holz. Ich verwende hochwertige Öl- oder Acrylfarben. Ich trage meine Farben ausschließlich mit Rakel verschiedener Größen und Formen auf. Die Größe variiert zwischen 10 cm bis 120 cm. Rakeln ist meine Leidenschaft.

 

4. Sagen Sie ein paar Worte zu dem oben vorgestellten BildDas Öl-Bild hat den Titel „Strom des Lebens“. Es hat 13 einzeln aufgetragene Farbschichten. Ein Bild zum Anfassen, schwer, triefend vor Farbe, grob gerakelt, mit Makeln, nicht schön im klassischen Sinn. So wie das Leben. Wer vertraut und sich vom Strom des Lebens mitreißen lässt, kommt einfach(er) zum Ziel.

 

5. Woher bekommen Sie die Inspiration für ein neues Kunstwerk?

Ausschließlich aus dem Moment, aus dem inneren Raum der Achtsamkeit und des Bewusstseins.

 

6. Nennen Sie eine Künstlerin oder einen Künstler, die/der Sie besonders geprägt hat, und erklären Sie, warum?

Am Anfang von allem steht Gerhard Richter. Seine Art mit Rakel großformatige Farbenwelten entstehen zu lassen, ist mein kreativer Leuchtturm. An dieser Stelle möchte ich kurz einen weiteren Künstler erwähnen. Karl Heinz Heinrichs ist ein besonderer Mensch, der für die Malerei „brennt“ und sie vorlebt. Mit seiner bewussten Art, seiner Großzügigkeit künstlerisches Wissen offenherzig zu teilen, ist er eine Leitfigur. Ich bin sehr gespannt auf sein weiteres Schaffen.

 

7. Transportieren Ihre Werke eine Botschaft?

Nein, keine im klassischen Sinne. Wenn es eine Botschaft gibt, dann ist sie in jedem Bild von mir gleich: Einfach sein - was bringt Dein Herz zum Singen?!

 

8. Woran arbeiten Sie gerade?Woran arbeiten Sie gerade? Im Moment entstehen in meinem Inneren wieder viele schöne Bilder! Ich werde in den nächsten Monaten mit großformatigen Werken beginnen. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Räumlichkeit. Einfach spannend!

 

9. Was ist ihr künstlerisches Ziel?

Ich möchte den Betrachter für einen kurzen Augenblick verzaubern. Es ist geschrieben, dass jeder, der eine andere Seele verzaubert, heiligen Grund betritt. Wenn ich das beim Betrachter schaffe, freue ich mich einfach.

 

10. Kann man bald Ihre Werke in neuen Ausstellungen bewundern?

Demnächst in Rahmen der Brücker Kunsttage. Zur Zeit suche ich nach einer Möglichkeit im Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung meine Werke auszustellen. In meinem bescheidenen Atelier in Bocholt ist nach vorheriger Anfrage eine Besichtigung meiner Werke möglich.

 

© Rechtliche Belehrung: Die Inhalte des Interviews sowie die angezeigten Bilder unterliegen dem Copyright der Künstlerin/des Künstlers.

 

 

Webseite: www.kurz-art.com

 

Email: olaf.kurz(at)gmx.net

Organisation & Kontakt:

Seona Sommer

Udo Funk

Flyer & Plakat & Webseitendesign:

Ekkehard Florin

Mail: info(at)bruecker-kunsttage.de

Tel.: 0163-8412030