Prominente Stimmen zu den Brücker Kunsttagen

Köln-Brück


Hiltrud Westermann-Angerhausen, ehem. Direktorin des Schnütgen Museum Köln: Kunst ist in den Schaufenstern Brücks völlig richtig

 

 

"Dass fast fünfzig Ausstellungsorte im Spiel sind, in denen der Kommerz im weitesten Sinne der Kunst eine Bühne bietet, ist eine wunderbare Nutzung einer Einrichtung, an der wir jeden Tag vorbei laufen: Dem Schaufenster. Rauf und runter, kreuz und quer, ober und unterhalb vom Mauspfad und die Olpener Straße entlang sehen wir jetzt drei Wochen lang Dinge in einem Umfeld, für das sie nicht gemacht sind, und in dem sie dennoch völlig richtig sind, und wo sie sich ohne jeden Anspruch und Aufwand einfach behaupten. Kein offenes Atelier, keine Kunstgalerie oder sonst eine Institution, die ausdrücklich dem Zeigen oder Konsumieren von Kunst gewidmet ist, wird hier zur Bühne, sondern die Schaufenster in unserem Ort. Hier ist für drei Wochen hinter den Scheiben nicht – oder nicht nur - das zu sehen, was hier als Produkt oder als Leistung angeboten wird und erkennbar sein soll. Vielmehr sehen wir das, was einzelne Menschen, Künstlerinnen und Künstler mit allen möglichen Medien, Farben, Materialien, in Bildern, Graphiken, Skulpturen und Fotos über sich und über ihren Blick auf die Welt zu sagen haben und ausdrücken können. Und sie sagen es für alle, die vorbeikommen. Sie kommen aus ihren eigenen vier Wänden heraus – und kommen nicht in einen eigens dafür zweckbestimmten Raum, der immer sein eigenes Publikum generiert, sondern sie kommen in eine ganz andere, größere, völlig beliebige Öffentlichkeit, der sie sich stellen. Dass das hier möglich ist, sagt viel über den Umgang miteinander aus in diesem Ort, über die Bereitschaft zur Wahrnehmung von und zum Respekt vor Leistungen, die etwas Besonderes, etwas Unverwechselbares sind." (2017)

Christoph Kuckelkorn, Bestattungsunternehmer & Festkomiteepräsident des Kölner Karneval sowie ehem. Leiter des Kölner Rosenmontagzuges: Brück ist der Montmartre Kölns

 

"Brück - ein Dorf mit einer 850 jährigen Geschichte, vor über 100 Jahren nach Köln eingemeindet, ein Dorf in der Stadt, ist schon ein ganz besonderer Platz. [..] Wenn man einen vergleichbaren Ort quasi eine Schwesterstadt von Brück finden will - muss man schon lange suchen: Lassen sie uns gemeinsam überlegen: Was müsste sie erfüllen? > Nahe am urbanan Leben, in dörflicher Geborgenheit, vielleicht auch etwas höher geleben als die benachbarte Großstadt, es müssten Lebenkünstler sein, die dort leben, die Kunst müsste eine große Rolle spielen, die Kunst müsste sich auch auf ähnlich hohem Niveau bewegen wie hier, die Kirchen müssten das Zentrum bilden. Nach langer Suche bin ich fündig geworden:

> Ein Ortsteil am Rand einer großen Metropole, auf einem 130m hohen Berg, eine Kirche steht im Zentrum, gut, die heißt nicht St. Hubertus oder Johanneskirche, aber ebeso klangvoll Sacré-Cœur." (2016)

Norbert Walter-Borjans, ehem. Finanzminister des Landes NRW: Zeichen des Zusammenhalts

 

"Der frühere Bundespräsident Johannes Rau hat einmal gesagt, dass Kultur die Hefe im Teig eines Gemeinwesens ist und nicht bloß das Sahnehäubchen obendrauf. Wo wird das deutlicher als bei den Brücker Kunsttagen? Da stehen Künstlerinnen und Künstler nicht nebendran, sondern sind erlebbarer Teil des Veedels. Mittendrin. Profis genau so wie Amateure. Dass ich 2015 als Gelegenheits-Bildhauer dabei sein durfte, war eine Ehre für mich und ist vor allem ein bleibendes Erlebnis. Und dass die Brücker Geschäftsleute regelmäßig ihre Türen für die Kunst und die Kunstfreunde öffnen, ist in Zeiten zunehmender Abschottung mehr als ein kleines Zeichen des Zusammenhalts. Ihnen und den Organisatoren vielen Dank dafür!" (2015)

Dr. Fritz Bilz, Künstler, Autor, Historiker, Verdienstordensträger des Landes NRW: Brück braucht Kunst

 

"Die Kunst unterscheidet den Menschen vom Tier. Die Kunst kann etwas, was Geschäfte und Politik nicht können. Sie kann den Menschen verzaubern, ihn in eine andere Welt holen, ihn teilhaben lassen an der gefühlsmäßigen Auseinandersetzung des Künstlers mit der Umwelt. Kunst spricht immer auch das Unterbewusstsein, die Gefühle an. Deshalb braucht auch Brück die Kunst." (2014)

Organisation & Kontakt:

Seona Sommer

Udo Funk

Flyer & Plakat & Webseitendesign:

Ekkehard Florin

Mail: info(at)bruecker-kunsttage.de

Tel.: 0163-8412030